Januar/Februar 2026

Januar/Februar 2026

Inu Eichhorn- Acrylmalerei
„How the fuck did we make it so far?“

Die Ausstellung „How the fuck did we make it so far?“ von Inu Eichhorn untersucht das unwahrscheinliche Fortbestehen der Menschheit: ihre Widersprüche, ihre Fragilität und ihre unermüdliche Selbstbehauptung. In den gezeigten Werken verbinden sich wissenschaftliche und religiöse Bildwelten zu einer poetischen Anatomie des Menschseins. Körper, Glaube und Geist erscheinen darin als voneinander abhängige Systeme, die im Versuch, Bedeutung zu stiften, immer wieder an ihre Grenzen stoßen. Die 20-jährige Künstlerin, die keine formelle Kunstausbildung absolviert hat, schöpft ihre Bildsprache aus den Erfahrungen ihrer Ausbildung zur Biologielaborantin. In der Arbeit mit DNA, Zellen und diagnostischen Prozessen begegnete sie dem Menschen zunächst als abstraktem Objekt. Es ist unter anderem dieses Erleben, das die Spannung zwischen Empirie und Empathie, Technik und Transzendenz in ihrem Werk grundiert. How the fuck did we make it so far? ist keine Feier des menschlichen Fortschritts, sondern eine ehrliche Frage. Die Ausstellung zeigt, dass unser Bestehen weniger auf Zielgerichtetheit, als auf Zufall, Anpassung und Widerspruch beruht. Zwischen Verfall und Beharrlichkeit, Anmut und Abgrund offenbart sich eine Spezies, die überlebt, weil sie scheitert und darin Sinn zu finden versucht.
Vernissage: 16.1.2026 / 19 Uhr
Laudator: Martin Eichhorn
Ausstellungsdauer bis 15.2.2026
Öffnungszeiten: Fr 19-20.30 Uhr und So 14-16 Uhr

Hinweis: Für diese Ausstellung gelten  am Freitag andere Öffnungszeiten als sonst bei uns üblich!

Dezember 2025

Dezember 2025

Es ist wieder so weit:
Am Freitag den 19.12.2025 um 19.00 Uhr starten wir wie jedes Jahr unsere berühmte Jahresend-Täuschung.
Es gibt natürlich einen wärmenden Umtrunk und Gelegenheit, durch unser reichhaltiges Angebot an Jahresgaben der Künstler*innen der letzten Jahre zu blättern. Ist ein passendes Weihnachtsgeschenk dabei?
Unter https://j3fm.de/jahresgaben/ gibt es online einen kleinen Vorgeschmack.

Im übrigen wünscht j3fm an dieser Stelle schon mal allen ein erholsames und erfreuliches Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr.

Brenndauer: ab 19.12. – bis ins neue Jahr
Vernissage: 19.12.2025 19.00 Uhr
Schauzeiten: ganztägig, 20 Std.

November/Dezember 2025

November/Dezember 2025

Katrin Ribbe: body of work
Rauminstallation
2017-2019, 2025

Katrin Ribbe hat Fotografie und Trickfilm bei Tom Hunter und Christine Roche an der University of the Arts (London) und Raum, Plastik und Objekt im Fachbereich Gestaltung bei Suse Wiegand an der Hochschule Bielefeld studiert. In ihrer künstlerischen Praxis beschäftigt sie sich mit zeitgenössischer Fotografie und den ihr zugrunde liegenden poetischen und machtpolitischen Narrativen. Katrin Ribbe lebt und arbeitet in Hannover.
In der Galerie j3fm zeigt Katrin Ribbe ihre Arbeit „body of work“, die die Medien Film und Fotografie, gedruckt auf Textil und verarbeitet zu Objekten, in einer Rauminstallation miteinander verbindet. Der weibliche Körper ist Mittelpunkt dieser Rauminszenierung, die versucht, Aspekte von Arbeitsparallelitäten, Optimierung, Fetischisierung und Einsamkeit zu fokussieren.– „body of work“ war erstmalig als Installation in einer leerstehenden Wohnung im Hannoverschen Ihmezentrum zu sehen. Nun erhält sie Einzug in den viel abstrakteren Galerieraum des j3fm.
Die Schauspielerin und Regisseurin Sarah Franke wird die Einführung in diese Ausstellung halten. Vielen Hannoveraner:innen dürfte Sarah Franke aus ihrer Zeit als Ensemblemitglied am Schauspiel Hannover bekannt sein.

Vernissage: 21. November um 19 Uhr
Einführung: Sarah Franke, Schauspielerin und Regisseurin, Berlin
Ausstellungsort: j3fm Galerie, Kollenrodtstraße 58, 30163 Hannover
Geöffnet: freitags von 18-19.30 Uhr und sonntags von 14-16 Uhr

Oktober/November 2025

Oktober/November 2025

Jule Schlutter: Wie passe ich hinein?

Über drei Monate entstand Tag für Tag ein Bild – ein visuelles Tagebuch aus Erinnerungen und Erlebnissen.
Fragmente dieser Tage sind als Linolschnitt entstanden.
Jeder Druck trägt eine Endgültigkeit und zugleich die Abstraktion eines flüchtigen Moments in sich.
Entlang der Wände im Kunstraum entfaltet sich so eine Chronologie – kontrastreich, fragmentarisch, unmittelbar.
Im Zentrum jedoch verändert sich die Perspektive: Die Motive werden erneut verdichtet, die Bilder brechen und neue Ebenen erwachsen. So eröffnet sich ein Spiel der Wahrnehmung:
Erinnerung trifft auf Spiegelung, Fragment auf Ganzes, Bild auf Betrachter*in.
Jede*r sieht aus einem anderen Blickwinkel, ordnet neu, ergänzt, projiziert eigene Geschichten.
Die Ausstellung wird damit zu einer Frage, die sich an alle richtet: Wie passe ich hinein?

‚Wie passe ich hinein?‘ ist eine Ausstellung von Jux, Jule Schlutter, im Rahmen von ‚first flush’,
eine Kooperation zwischen der Hochschule Hannover, HsH, Experimentelle Gestaltung, und dem Kunstraum j3fm.
Jule Schlutter ist seit 2022 Studentin der HsH mit Schwerpunkt Experimentelle Gestaltung.
@kunstundjux_

Vernissage 17.10.25, 19h
Professorin Ute Heuer, HsH (F3DM), führt in die Ausstellung ein

Ausstellungsdauer 17.10. – 16.11.2025
Öffnungszeiten Fr 18 – 19.30 und So 14 -16.00

www.j3fm.de
@j3fmkunstraum

September/Oktober 2025

September/Oktober 2025

Kugelschreiberzeichnung vonNadine Wölk
Moonlight II 2019 Ausschnitt

Nadine Wölk: Night Vibes


Der Kugelschreiber ist das alltägliche Schreibgerät, gut für Notizen und Kritzeleien, aber Kunst? Nadine Wölk schafft mit dem Kuli nicht nur feinste Schraffuren, sondern in geduldiger Arbeit tiefblau leuchtende Flächen. Es sind die Dunkelheit der Nacht und die harten Kontraste, die Scheinwerfer oder Blaulicht erzeugen, die Nadine Wölk faszinieren. Ihre Themen sind alltägliche Erlebnisse einer Nachtschwärmerin, Night Vibes eben.
Dabei geht es ihr nicht um das neutrale Dokumentieren, sondern um ein Gefühl in Situationen, die auf Messers Schneide stehen:
Ist das Blaulicht nahende Hilfe oder Bote eines Schreckens, ist das dunkle Wasser die Drohung des Ertrinkens oder das ruhige Schweben in der Schwerelosigkeit?
Nadine Wölk ist auf Instagram unter dem Namen neon.nighthawks unterwegs, ein Name, der nicht zufällig Assoziationen zu Edward Hopper weckt – aber eben aktuell, zeitgenössisch unter unterm Neonlicht.
Nadine Wölk lebt und arbeitet in Dresden. Sie war Meisterschülerin bei Prof. Honert an der HfBK Dresden. Sie war deutschlandweit in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen vertreten. Ihre Werke sind unter anderem in der Kunstsammlung der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, im Kunstfonds des Freistaates Sachsen und in der Städtischen Galerie Dresden vertreten.

Vernissage: 19.9.2025   19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 19.9.-10.10.2025
Öffnungszeiten:
Freitag 18.00-19.30
Sonntag 14.00-16.00

Hinweis: Der letzte Ausstellungstag ist ausnahmsweise kein Sonntag, sondern ein Freitag.