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Autor: AD

oktober/november 2015

oktober/november 2015

 

kay dettmer: la strada.
bilder aus blei.

einführung: claudia schuh

kay dettmer widmet sich in dieser ausstellung einem der ältesten gebrauchsmetalle, dem blei. blei, das in der alchemie an der untersten stufe zum goldgewinnungsprozess stand, wurde bereits in der antike für votivgaben und amulette, im mittelalter in der sakralkunst verwendet. als  material wurde es von der kunst erst in den 1960er jahren wiederentdeckt.
kay dettmer offenbart in la strada seine vorliebe für die metallische oberfläche des
bleiblechs, seine enorme haltbarkeit, verformbarkeit und die vielfalt der nuancen in grau. in unterschiedlichen arbeitsschritten werden die oberflächen in sich wandelnde zustände gebracht. durch schaben, kratzen, mit politur, dem auftragen und entfernen von farbe schafft der künstler haptische flächen, die die see suggerieren, ein meer, das still und bleiern daliegt oder sich in bewegter form wie flüssiges metall ins endlose erstreckt. diese bilder aus metall haben keinen horizont, kein ende. es sind seestücke im wahrsten sinne.

vernissage: freitag, 16.102015, 19.00 uhr
ausstellungsdauer: 16.10.2015 bis 15.11.2015
öffnungszeiten: freitags 19.00 bis 20.30 Uhr
sonntags 14.00 bis 16.00 Uhr.

september/oktober 2015

september/oktober 2015

Zeitzorn II_j3fm

 

jürgen adorf: babylon
fotografie und zeichnung

babylon als sinnbild der zivilisation und ihrer zerstörung ist ein motiv, das künstler vom mittelalter an immer wieder fasziniert. in der europäischen kunst und kultur ist die mythische geschichte vom aufstieg und fall babylons als stadt der sünde und der tyrannei und als metropole der ewigen apokalypse tief eingebrannt als eine urangst der menschheit.

jürgen adorf richtet mit arbeiten aus zwei werkgruppen den blick in eine abgeschlossene zukunft städtischer entwicklung. die schwarz weiß zeichnungen zeigen horizont- und grenzenlose, isometrische stadtlandschaften im überblick. grün- und freiflächen fehlen hier. scheinbar endlos wuchernd fügt sich gebäude an gebäude, block an block.
dystopisch sind auch die fotografischen arbeiten und fotomontagen von jürgen adorf. sie repräsentieren die lebensfeindliche innenansicht von stadträumen. durch künstliches licht erhellte szenarien zeigen ordnungslose trümmerfelder und brachflächen im wechsel mit zügellosen, monumentalen und charakterlosen bebauungen.

vernissage: freitag, 18.092015, 19.00 uhr
ausstellungsdauer: 18.09.2015 bis 11.10.2015
öffnungszeiten: freitags 19.00 bis 20.30 Uhr
sonntags 14.00 bis 16.00 Uhr.

august/september 2015

august/september 2015

 

ingo lehnhof: dicht
malerei

ingo lehnhof ist ein provokateur, ein maler, zeichner und illustrator, der sich ohne kompromisse dem menschen und seinem körper widmet. er ist ein virtuoser, auch ein erbarmungslos kritisch-realistischer maler, der sein talent immer wieder einsetzt, um die sinnliche erfassung des bewegten körpers, der bewegten physiognomie zwischen licht und schatten abzubilden. lehnhofs selbstinszenierungen des körpers und antlitzes haben nichts autobiographisches, sie teilen nichts von ihm persönlich mit, sondern sind als stellvertreter für uns alle zu sehen. die fülle der gesichtsfalten in seinem „deutschlandbild“ gleicht mit seinem wellen- und knautschzonen, den schwellformen und dem mäandern der gesichtslinien, einem weit verzweigten flussdelta von oben betrachtet. das gesicht ist bewegte landschaft und offenbart uns die zerbrechlichkeit der oberfläche, letztlich auch die auflösung des ichs.
ganz eindeutig aber ist die botschaft seiner bilder nie. man sieht, dass da einer den fragen und zweifeln, die ihn quälen, gestalt gibt. manchmal öffnen sich die bilder ins unheimliche. eine irrlichternde utopie bricht herein, ein namenloses jenseits, ausgeleuchtet von einem licht, das sich gerne jede unebenheit sucht.
lehnhoff will mit kunst etwas bewusst machen, fragen stellen, auch mit irritationen dinge und vorgänge fragwürdig erscheinen lassen. diese funktion der bildenden kunst, mit ihren spezifischen mitteln, sowohl das alltags- als auch das weltgeschehen hinterfragen zu können, nutzt lehnhof. ob es nun allegorien sind oder selbstinszenierungen. alles, was dem mittel dient, ein spießiges, verlogenes milieu zu kritisieren und ins exemplarische vorzustoßen, sei es die mentalität zwischen kleinmut und größenwahn, seien es opportunismus und verstrickung, das interessiert ihn.

ausstellungsdauer: 21. 8 – 13. 9.2015
eröffnung: 21.8.2015, 19.00 Uhr
öffnungszeiten:
freitags 19-20.30 Uhr
sonntags 14 – 16 Uhr

 Sondertermin am 5.September 2015 um 18.30 Uhr:
Verleihung des Kunstpreises der j3fm Vorstandsjury an Ingo Lehnhof.
(Zinnober-Wochenende)

juli/august 2015

juli/august 2015

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die kunst bei j3fm macht pause, aber zu sehen gibt es dennoch etwas:
der 24-stunden-schaufensterschoner wird mit einem umtrunk eingeweiht.
sie sind herzlich eingeladen, am freitag, den 17.7.2015 um 19.00 dabei zu sein,
wenn der schalter unserer diashow umgelegt wird.

juni/juli 2015

juni/juli 2015

mareike poehling vakumm juni 2015
nachlese:

mareike poehling: vakuum
installation

außen und innen sind nicht mehr zu unterscheiden, es gibt keinen ein- und auch keinen ausblick, kein tageslicht dringt ein, verschluckt sind die geräusche von der straße. nur ein schmaler eingang markiert den zugang, innen ist stille, man ist mit sich allein. der kunstraum j3fm wird sich mit der installation von mareike poehling komplett verwandeln. ganz in weiß gibt sich der raum, aber seine flächen sind nicht makellos: durch die schichtungen von weiß entstehen verschiebungen und brüche, trennlinien und fugen. sie werden in diesem stillen werk zu einem text aus zeichen und rhythmen, zu einer strukturierung der verrinnenden zeit. alles persönliche und werkhafte der künstlerin scheint in dieser arbeit getilgt, der betrachter wird in seiner beziehung zum raum in den vordergrund gerückt. der kunstraum wird zum denkraum, auch zu einem ort, an dem sich die eigene körperliche präsenz wie auch die verletzlichkeit des körpers physisch nachvollziehen lässt.

einführung: joana schulte

ausstellungsdauer: 19. juni – 12. juli
eröffnung: freitag, 19. juni um 19 uhr
öffnungszeiten:
freitags 19-20.30 Uhr
sonntags 14 – 16 Uhr
wir danken  der firma logo-small  SE & Co. KGaA  Baustoffe
für die freundliche unterstützung