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Kategorie: objekte

Januar/Februar 2023

Januar/Februar 2023

Tongestalt & Farbgeflüster

Dieser Titel verweist bereits auf die mehrdimensionale Arbeitsweise von Silke Freitag, die das Zeichnen, das Gestalten mit Ton also das Herstellen von Keramiken und Malerei umfasst.

Ihre plastischen Arbeiten in Ton entstehen nach Skizzen. Parallel dazu bietet ihr die von der Intuition geleitete Malerei in Acryl oder Aquarell weitere Ausdrucksmöglichkeiten für ihre Themen, die oft abstrakt sind und gleichzeitig konkrete Eindrücke widerspiegeln.

„Schwingung“, „Drehung“, „Die Mitte“ all das ergründet sie in den Werken, die in Aufbau- und Plattentechnik entstehen. Schwarzer Ton und eine raue Oberflächengestaltung unterstreichen den archaischen Ausdruck vieler Objekte und Skulpturen. Dem Betrachter bleibt Raum für eigene Assoziationen hinsichtlich der Objekte und die Interpretation ihrer Figuren. Handelt es sich um Aktuelles oder Vergangenes, worauf sie hinweisen? Sind sie biografisch motiviert oder archetypisch?

Immer zeugen die keramischen Werke von Silke Freitag von Präzision, Sorgfalt und einer profunden Kenntnis des Materials, das Menschen schon seit Jahrtausenden fasziniert. Handwerk und Kunst durchdringen sich gegenseitig. Nicht nur in den einzelnen Objekten und Skulpturen, sondern auch in der Gegenüberstellung von „Tongestalt“ (Keramik) und „Farbgeflüster“ (Malerei) in dieser Ausstellung.

Silke Freitag lebt und arbeitet in Hannover.
Sie stellte seit 2013 bereits häufig im Atelier 9, Hannover aus und arbeitet und präsentiert ihre Werke seit 2019 in ihrem eigenen Werkstattladen „werkstatt.art“, Hannover Kriegerstrasse 27

https://www.keramikkunst-freitag.de/

Vernissage:
20.1.2023- 19 Uhr

Ausstellungsdauer
20.1. – 12.2.2023
Öffnungszeiten:
freitags 19.00-21.30
sonntags 14.00-16.00

Oktober/November 2022

Oktober/November 2022

Ursula Bollack-Wüthrich:  Das Licht kommt zurück
Raku-Keramik

„Das Licht kommt zurück“ – unter diesem Titel steht die Ausstellung von Ursula Bollack-Wüthrich, die am 21. Oktober um 19 Uhr im  Kunstraum j3fm eröffnet wird. Die Künstlerin aus Frauenfeld in der Schweiz zeigt Raku-Keramik. Dabei handelt es sich um eine alte japanische Brenntechnik („raku“ bedeutet „Freude“), bei der die Objekte glühend aus dem Ofen genommen werden. Im reduzierenden Nachbrand geschieht das Charakteristische und das Keramikstück erhält seine unverwechselbare Note mit Rissen oder Glanzspuren in der Glasur.
Mit Ton und Feuer zu arbeiten, fasziniert immer wieder neu. Vieles kann man steuern, doch letztlich nicht auf alles Einfluss nehmen. So ist Raku wie ein Sinnbild des Lebens. Oft sind es Verletzungen, aber auch Hoffnungen und Lichtstreifen, die gestaltet werden.
Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf eine Reihe von Schalen, die den Zeitraum einfangen, in dem die Sonne am Morgen aufgeht und ihr Licht langsam zunimmt. Ursula Bollack-Wüthrich zeigt aber auch verschiedene andere Arbeiten und  Fotografien.

Vernissage: Freitag 21.10.2022   19.00 Uhr

Einführung: Bert Strebe
Ausstellungsdauer: 21.10.- 13.11.2022
Öffnungszeiten:
sonntags 14.00-16.00 Uhr
freitags 19.00-20.30

Juni/Juli 2022

Juni/Juli 2022

Fred Voss: Objekte

Architekturzeit

Welches Geheimnis beinhaltet der Kubus, wenn er so sehr bewundert und geschätzt wird? Ist es das Bild der Vollkommenheit mit dem rechtwinkligen Ebenmaß oder seine absolute Eigenständigkeit?

Ausgangspunkt der Ausstellung ist der „befreite Kubus“, der als „Mittler“ aus der Verbindung von Tetraeder und Oktaeder hervor geht. Die acht Ecken des Kubus werden von vier Oktaederzentren gebildet, die das Tetraeder ummanteln. Tetraeder und Oktaeder füllen in Form einer Körperpackung den unendlichen Raum lückenlos aus. Es ist der kubische Raum.

Die in der Ausstellung gezeigten Objekte sind in diesem kubischen Raum als Körper und Teilkörper enthalten. Dabei konzentriert sich die Wahrnehmung auf das Zusammenspiel von Linie, Fläche, Körper und Raum. So offenbart sich die Freiheit des Kubus in der Schönheit des Einfachen und dem Elementaren.

Vernissage: 17.06.2022   19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 17.06. – 10.07.2022
Öffnungszeiten:
Freitag 19.00-20.30
Sonntag 14.00-1600

Wir bitten, im Ausstellungsraum eine FFP2-Maske zu tragen

Mai/Juni 2022

Mai/Juni 2022

Überleben
Eine Installation von Gela Straube

ÜBERLEBEN, das ist ein Wort, das gerade in der letzten Zeit mit vielen Bedeutungen aufgeladen ist. Wie werden wir in Zukunft leben, was können wir tun für unser Überleben und das Leben anderer? Es wird viel über politische und gesellschaftliche Fragen debattiert. Jeden Tag hageln neue Nachrichten auf uns ein, die uns irritieren und uns emotional berühren. Die hannoversche Künstlerin Gela Straube aber nähert sich diesem Thema von einer anderen Seite. In ihrer Ausstellung steht der Nachlass von Ilse aus Neila im Zentrum. Ilse, die zurückzogen in dieser Kleinstadt in Oberfranken begann, ihre Zeit und ihr Leben mit dem Stricken zu füllen: Pullover für alle Menschen um sie herum. Es sind handwerkliche Schätze mit unterschiedlichsten Mustern, gearbeitet meist aus reiner Wolle.

Das Stricken, die Konzentration auf das Material, das langsame Entstehen eines wärmenden Kleidungsstücks und das mit einfachstem Werkzeug, das fasziniert die ausgebildete Kostumbildnerin und Textilgestalterin Gela Straube. Die Künstlerin aber ist angezogen von dem Material Wolle, von dem historischen Handwerk, das überwiegend von Frauen ausgeübt wurde. Es geht Gela Straube aber auch um die Zeitschichten, die in jedem selbstgefertigten Objekt eingewoben sind und über den Tod hinaus lebendig bleiben, einfach überleben.

PS: Wir bitten darum, im Ausstellungsraum eine ffp2-Maske zu tragen.

Eröffnung Freitag, 20.05.2022 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 20.05- 12.06.2022
Öffnungszeiten:
freitags 19.00-20.30
sonntags 14.00-16.00

Mai/Juni 2021

Mai/Juni 2021

Anna Hita: Tabu
Zeichnung, Objekte und Video

Finissage: Sonntag, 13.6.2021    15.00-16.00 Uhr

(Bitte um Beachtung der AHA-Regeln)
Im jungen Werk der iranisch-deutschen Künstlerin ANNA HITA spielen Körper die zentrale Rolle, die Bedingungen von Haltung, Identität und Look. Schmerz und Erotik liegen nah beieinander, dazu die Vergänglichkeit der Dinge. Sie wechselte als Jugendliche das Land, die Religion, die Wissensgebiete, die Kultur. Früh begriff ANNA HITA, dass sich die Konstitution des Selbst nicht von der Produktion von Bedeutung trennen lassen kann.

Die Sprache des dauerhaften Exils, frei von den Erinnerungen des traumatisierten Körpers und den Sprachen ihrer Kindheit, nimmt sie zum Anlass, uns in kleinen Sequenzen Einblick zu gewähren in die Verletzlichkeit des Menschen. Es ist nicht die Darstellung des angenehm Unangenehmen, was die Grenze überschreitet. Es ist die Ambivalenz des Körperlichen selbst: Die Spannung zwischen Innen und Außen, zwischen Privatem und Öffentlichen, Verhüllen und Aufdecken. Jede Kultur produziert dazu ihre eigene Sprache und ihre Bilder.

In den winzig-zarten Gesten der figurativen Tuschezeichnungen, den überschriebenen Körperabgüssen aus Gips und einem Animationsvideo offenbart ANNA HITA die vitale Kraft der Verbindung und Erweiterung der reichen Tradition persischer und westlicher Bildsprachen.

ANNA HITA ist 1968 in Teheran geboren und glücklich aufgewachsen im Ran der 1970er Jahre. Mit 19 Jahren hat sie nach der Revolution das Land verlassen und lebt seitdem in Deutschland. Studiert hat ANNA HITA zuerst Diplom Textildesign an der Fachhochschule Hannover. Seit ihrem zweiten Abschluss in Bachelor of Arts in Szenografie-Kostüm-Experimentelle Gestaltung der Hochschule Hannover University of Applied Science and Arts arbeitet sie als freischaffende Künstlerin in Hannover.

Ausstellung vom 21.05.2021 bis 13.06.2021
Die Ausstellung ist ganztägig durch das große Schaufenster zu sehen. Für einen persönlichen Kontakt unter Einhaltung der bekannten Hygienebedingungen ist die Künstlerin freitags von 19.00 bis 20.30 und sonntags von 14.00 bis 16.00 Uhr anwesend.

Einen Rundgang durch die Ausstellung und Erläuterungen der Künstlerin zu ihrer Arbeit finden Sie hier
in einem Video auf youtube.