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Autor: AD

August/September 2023

August/September 2023

Eisenplastik von Christoph Zdzuj

Christoph Zdzuj: Eisenplastiken, Assemblagen
„Fundstücke aus Eisen – hervorgeholt aus dem Zivilisationsschrott unserer Gesellschaft – sind die Grundlage der geschweißten oder geschmiedeten Assemblagen und abstrakten Konstruktionen des Plastikers Zdzuj. Es sind freie Konstrukte, Objekte einer fremden Dingwelt, die nur ihre eigene Realität repräsentieren. Sie bestechen durch eine stimmige, innere Spannung und Gewichtung der unterschiedlichen Formteile und Massen.“ (Rolf Blume)
Den künstlerischen und handwerklichen Umgang, auch den Umgang mit Feuer und Eisen, lernte Christoph Zdzuj bei dem 2016 verstorbenen Hannes Meinhard. „Nach dem Beginn meiner Arbeit bei Hannes Meinhard erfuhr ich die grundlegenden Kenntnisse zur Skulptur, ich bekam die entsprechenden Informationen in technischer und gestalterischer Form, um eigenständig Skulpturen zu entwickeln und kontinuierlich weiter zu entwickeln. In dieser Zeit war ich beruflich auf einem Schrottgelände tätig und bin es auch heute noch. Der gewaltige Fundus an vorgefertigten Formen regt ständig meine Motivation für das Finden und Erfinden von Skulpturen als Assimilierung an.“ (Christoph Zdzuj)
Christoph Zdzuj ist 1969 in Groß Stahlitz/Oppeln in Polen geboren. 1979 siedelt seine Familie nach Westdeutschland um. Christoph Zdzuj absolviert Ende der Achtziger Jahre eine Lehre als Metallfeinbearbeiter. Mitte der Neunziger Jahre lernt er den Eisenbildhauer Hannes Meinhard kennen und beginnt eine Mitarbeit in der Werkstatt Meinhards in Barsinghausen, später Bantorf bei Hannover. Seit 2001 beginnt Zdzuj mit eigenen künstlerischen Arbeiten und ist seit 2011 als freischaffender Bildhauer tätig.
Ausstellung vom 18.08. – 10.09. 2023
Vernissage: Freitag, 18.08.2023 , 19.00 Uhr – Einführung Rolf Blume
Am Samstag, den 2.9. um 17.00 erhält Christoph Zdzuj den Preis der j3fm-Vorstandsjury 2023
Öffnungszeiten: freitags 19.00 bis 20.30 Uhr, sonntags 14.00 bis 16.00 Uhr.

Juli/August 2023

Juli/August 2023

Die Kunst bei j3fm macht Sommerpause, aber zu sehen gibt es dennoch etwas:
den 24-Stunden-Schaufensterschoner.
Der 24-Stunden-Schaufensterschoner
mit über 300 Ausstellungsfotos

Am 21.7.23 um 19 Uhr feiern wir den Start des Schaufensterschoners mit einem kleinen Umtrunk, zu dem wir herzlich einladen.

Und nach der Sommerpause eröffnen wir  die Ausstellung unseres diesjährigen Preisträgers Christoph Zdzuj,
Diese Ausstellung beginnt am Freitag, den 18.08.2022 um 19.00 Uhr.
Am ersten Septemberwochenende heißt es wieder Zinnober.

Juni/Juli 2023

Juni/Juli 2023

Foto: Eva Hellmann

Mirco Becker / dMA: Architekturtransformer
(Englisch: Architectural Transformers)

Architektur strebt traditionell nach Permanenz, zumindest Langlebigkeit. Dieser ideelle Wert ist heute kaum noch einzulösen, wo Architektur zur Immobile wird, die der Logik von Investition und Abschreibung folgt. Mit der Einsicht um die Endlichkeit von Materialressourcen ergibt sich die Chance, Permanenz durch stetige Transformation eines Materialkreislaufs zu realisieren.
Die Installation Architekturtransformer arbeitet mit der Methode, kleinste Materialblöcke trocken zu reversiblen Konfigurationen zu fügen. Diese Konfigurationen können aufgelöst und zu immer neuen Konfigurationen arrangiert werden. So ergibt sich eine Permanenz der kontinuierliche Transformation. Auf diese Weise stellt Architekturtransformer die Beständigkeit von architektonischer Form grundlegend in Frage.

Architekturtransformer nutzt 300 Klemmsteine aus Buchenholzprofilen, die im Verlauf der vierwöchigen Ausstellung im Künstlerraum j3fm zu vier unterschiedlichen Konfigurationen arrangiert werden. Die Klemmsteine, sogenannte H-Blocks, wurden an der Abteilung für Digitale Methoden in der Architektur (dMA) der Leibniz Universität entwickelt. Sie sind Teil der Forschung zu einer vollständig Rück- und Umbaubarkeit von Architektur. Dabei steht die kleinste Einheit, der Baustein, im Mittelpunkt der Innovation. Das dies nicht nur eine technische Entwicklung ist, sondern auch ästhetische Fragen verhandelt, damit setzt sich Architekturtransformer intensiv auseinander.
Die H-Blocks sind ein serielles, maschinell gefertigtes Produkt. Künstlerisch stehen sie somit in der Tradition der Brillo Boxen und architektonisch sind sie dem Backstein ähnlich und knüpfen somit an die Backsteingotik und deren Fortschreibungen an.

Neben der Installation werden in der Ausstellung Grafiken der unterschiedlichen Konfigurationen gezeigt. Die Grafiken sind isometrische Darstellungen, die mit einem Stiftplotter, weißem Gel auf schwarzem Karton, erzeugt wurden. Damit nutzen sie die frühen Techniken der Computergrafik, die durch Künstler wie Georg Nees in den 1960er Jahren die Grundlagen der Computerkunst schuf.

Bio
Prof. Mirco Becker, geb 1975 studierte zuerst in Kassel und 2001 – 2003 an der AA School of Architecture in London. Seitdem gilt sein besonders Interesse dem Computational Design, so als Mitarbeiter von Zaha Hadid Architects, Foster & Partners Specialist Modeling Group (SMG) und Kohn Pedersen Fox Computational Geometry Group die er 5 Jahre als Senior Associate Principal leitete und mit der er die digitale Planung des 600.000 m² großen Flughafens Abu Dhabi Midfield Terminals betreute. Er unterrichtete an der AA School, führte 2006 – 2008 als Gastprofessor an der Universität Kassel den Lehrstuhl für Digitales Entwerfen und hatte 2012 – 2016 die Stiftungsprofessur für Architecture and Performative Design an der Städelschule in Frankfurt/M. Seit 2016 ist er Professor für Digitale Methoden in der Architektur (dMA) an der Leibniz Universität Hannover.

Kontakt
becker@iat.uni-hannover.de
https://www.igd.uni-hannover.de/de/dma/

Vernissage:
Freitag, 16. Juni 2023, 19:00

Öffnungszeiten:
Freitags 19.00 bis 20.30 Uhr
Sonntags 14.00 bis 16.00 Uhr

 

Mai/Juni 2023

Mai/Juni 2023

Lost in…“ – Street-Fotografie Ausstellung im Kunstraum j3fm
beleuchtet Aspekte des Verloren-Seins in der Großstadt

In seiner zweiten Gruppenausstellung „Lost in…“, welche vom 19.05. bis 11.06. im Kunstraum j3fm zu sehen ist,
befasst sich das Streetfotografie-Kollektiv „Unposed Society Hannover“ mit den Wechselwirkungen zwischen Individuum und Großstadt.
Die neun Fotografen, das sind Guido Klumpe, Sascha Vogel, André Weissgerber,  Mirco Gabriel,
Tammo Lüssenhop, Mathias Müller, Jan Schwentke, Daniel Nienstedt und Uwe Merker,
untersuchen in den ausgestellten Werken Aspekte des Verloren-Seins im öffentlichen Raum.

Zwar unterscheiden sich die Bilder stilistisch – einige sind dokumentarisch, einige abstrakt –
doch verbindet sie eine gewisse melancholische Grundstimmung.
Die dargestellten Protagonisten bleiben oftmals anonym, bleiben für sich, wirken versunken.
Gemeinsam ist allen Aufnahmen zudem, dass sie der Tradition der Street-Fotografie folgend weder gestellt noch arrangiert sind.
Sie zeigen das authentische Leben auf der Straße und sind damit auch ein Spiegelbild der gesellschaftlichen Situation.

„Lost in…“ ist freitags von 19 bis 20.30 Uhr und sonntags von 14 bis 16 Uhr geöffnet.
Die Künstler sind während der Öffnungszeiten anwesend.

Weitere Infos auf www.unposed-society.de
und auf dem Instagram Account @unposed_society_hannover

Vernissage am Freitag, 19. Mai, 19.00
Einführung durch die Fotografin Britta Kohl-Boas, @streetcollective.hamburg

Finissage Sonntag, 11. Juni, 14.00

Öffnungszeiten
Fr 19-20.30
So 14-16.00 Uhr
Kunstraum j3fm – Kollenrodtstr. 58 B

April/Mai 2023

April/Mai 2023

Ira Prussat: Frühlings-Rhapsodien
Zeichnung/Malerei

Ira Prussat ist seit dem Kennenlernen von Werken der Künstler Paul Klee, Picasso, Raoul Dufy, Matisse, Félix Valloton, Elmer Bishop, Horst Janssen und Ulrik Schramm fasziniert vom visuellen Ausdruck und entschied sich daher für die Ausbildung als Graphikerin.
Künstlerisch beschäftigte sie sich zunächst lange mit dem Urban Sketching, wo sie begeistert den Austausch mit Gleichgesinnten in Präsenztreffen und über die sozialen Medien aufnahm.
Bei j3fm zeigt sie kleinformatige Werke abstrakter Malerei, in denen sich auch immer wieder Elemente der Zeichnung wiederfinden. Es sind farblich fein abgestimmte Bilder, die den Betrachter mit vielen Details fesseln. Sie entstehen in einem langen intuitiven Bearbeitungsprozess: Dem spontanen Ausdruck von Impressionen aus ihrer Umgebung folgen vielfältige Übermalungen, Reduzierungen sowie auch Ergänzungen durch Stempeltechnik und Kreidezeichnung. Dabei arbeitet sie zeitgleich an mehreren Bildern, um den intuitiven Zugang zu bewahren.
Die Bilder entstanden seit 2020 und sind beeinflusst von abstrakt arbeitenden Künstlerinnen wie Carla Sonheim, USA, Judy Woods, Neuseeland und Jenny Nelson, USA, bei denen sie in der Coronazeit online viele Kurse belegte.
Dieser intensive künstlerische Austausch, der online international möglich ist, beschäftigt sie weiter und ergänzt ihre zurückgezogene, konzentrierte Arbeit an den eigenen Werken.

Vernissage:  Freitag, 21.4.2023   19.00 Uhr
Einführung: Semem Moldaver
Öffnungszeiten:
freitags 19.00-20.30 Uhr
sonntags 14.00-16.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 21.4.-14.5.2023