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Kategorie: zeichnungen

Juni/Juli 2017

Juni/Juli 2017

Uve Mehr: und weniger ist mehr

Der Braunschweiger Künstler Uve Mehr präsentiert neben konkreten grafischen Arbeiten Objekte, die auf einem gemeinsamen Grundkonzept mit strikten Regeln basieren. Ausgangspunkt für die Gestaltung ist die Reihe 2-4-1-3, wobei die Zahlen Platzhalter für Relationen sind. Uve Mehr interessiert sich für die Sehgewohnheiten des Betrachters, die einem Reflex der Balance und der Ordnung folgen in der für ihn typischen Formensprache mit Referenzen zur Minimal Art.

Uve Mehr lebt und arbeit in in Braunschweig. Er ist geboren in Föhrden-Barl. Nach seinem Studium der Malerei und des Designs an der Muthesius Hochschule in Kiel, studierte er bis 1975 am Fachbereich Experimentelle Umweltgestaltung der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. Seit 2014 ist Uve Mehr Mitglied im BBK Braunschweig.

Ausstellung vom 16.06. – 9.07. 2017
Vernissage: Freitag, 16.06.2017 ,19.00 Uhr.
Öffnungszeiten: freitags 19.00 bis 20.30 Uhr, sonntags 14.00 bis 16.00 Uhr.

Februar/März 2017

Februar/März 2017

Cédric Payri: Neue Blätter

Zeichnungen, Radierungen und Malereien

Der Prozess der Zeichnens ist sein Thema. Ihn interessiert nicht das, was schon da ist, sondern das, was beim Zeichnen passiert. Dass dabei immer wieder Figuratives entsteht, auch menschliche Gesichter, das liegt sicherlich im Kern des Mediums Zeichnung verborgen.
Die Arbeiten von Cédric Payri, dazu zählen auch die Radierungen und Tuschemalereien, sind Materialisierungen von Zeit. Sensibel  führt er uns das Zeichnen als Prozess, als eine Variation von Erinnerungen und dem Nachdenken darüber vor: einfach, direkt, spontan und unmittelbar.
Seine Blätter wirken unkonventionell und undogmatisch, aber unbedingt authentisch. Das Eigenleben der Linie zu entfalten und jede Form mit definierter Klarheit auf unterschiedlichen Formaten zu umreißen, damit sich diese selbst über ganze Räume, über Wände bis zur Decke ausbreiten können –  das sind Meditationen, die Einsamkeit, Stille und Sammlung voraussetzen.

Eröffnung der Ausstellung am Freitag, 17.02.2017 um 19.00 Uhr
Ausstellung vom 17.02.2017 bis 12.03.2017
Öffnungszeiten:
freitags 19.00 bis 20.30 Uhr
sonntags 14.00 bis 16.00 Uhr

 

November/Dezember 2016

November/Dezember 2016

 

Güde Renken:
Visitors

Malerei und Zeichnung

Die Künstlerin Güde Renken gehört zu den virtuosen Maltalenten Braunschweigs. Mit großer Dynamik nimmt sie in fast skizzenhaftem Gestus Menschen in ihren Bewegungen und Haltungen wahr. Ihre figurative Malerei ist von lässiger Leichtigkeit getragen, die Beobachtungen aber pointiert und präzise.
Besucher sind nicht zwingend willkommen, sie können auch ungebeten sein, unheilvolles oder einen Hauch von Irritation und Wagnis mit sich bringen. Güde Renken aber zielt nicht auf mystisch-magische Momente, sondern sie nimmt sich der in sich gekehrten, verinnerlichten, von der Außenwelt faszinierten und gleichzeitig abwendenden, staunenden und beobachtenden Menschen an, der Touristen und Besucher. Sie verharren, jeder in einer individuellen Geste, oder bewegen und  drehen sich einem Bild oder einem Ort und Moment zu.
Die Künstlern Güde Renken nähert sich diesen momenthaften Beobachtungen des Menschen in Zeichnung und Malerei. Das Spontane und Lebendige, das ihre Zeichnungen in sich tragen, überträgt Renken auch auf ihre Bilder.

Güde Renken ist in Flensburg geboren. Sie studierte Kunst und Englisch an der Universität Flensburg, absolvierte ihr Diplom in Kunsttherapie Ende der 90er Jahre an der Kunststudienstätte Ottersberg FU mit einem künstlerischer Abschluss bei Professor Müller-Pflug. Seit 2002 ist Güde Renken als Künstlerin selbstständig. Sie lebt und arbeitet in Braunschweig. (www.guederenken.de)
Eröffnung der Ausstellung am Freitag, 18.11.2016 um 19.00 Uhr
Ausstellung vom 18.11.2016 bis 11.12.2016
Öffnungszeiten:
freitags 19.00 bis 20.30 Uhr
sonntags 14.00 bis 16.00 Uhr

April/Mai 2016

April/Mai 2016

 

Harriet Sablatnig: Die dunkle Seite des Mondes
Malerei und Zeichnung

Einführung Vera Burmester
Den Bildern der hannoverschen Künstlerin Harriet Sablatnig wohnt eine geheimisvolle aber auch vertraute Unheimlichkeit inne, so etwas wie die als Kind empfundene Angst in der Dunkelheit und dieses unendlich erscheinende Schweigen in großen, kaum überschaubaren Räumen.
Die Künstlerin führt uns wieder hinein in eine Parallelwelt, die uns nicht ohne Gefahr betretbar erschien. Diese Tag- und Nachttraumszenerien aber erhielten durch rettende Anwesenheit eines Tieres jene sanfte Hoffnung, dass ein wahrer Schutzheiliger ein Kind vor allem Bösen zu bewahren vermag.
Sablatnigs Zeichnung „Der Bär“ spiegelt diese Situation. Schützend legt das große Tier mit seinem in warmen Rot gezeichneten zotteligen Fell, den Arm um das in eine  Fantasieuniform gekleidete Mädchen. Diese sympathische Tier holt das Kind wieder in die Realität. Gleichzeitig wird mit seiner Anwesenheit deutlich, dass es eine Lücke füllt: die eines abwesendes Menschen oder fehlende Menschlichkeit.
Sablatnig kritisiert nicht die Welt der Erwachsenen, stattdessen sie arbeitet  Themen wie Einsamkeitserfahrungen, Flucht, Vertreibung, Isolation in ihren Landkartenbildern als klangreiche Kombinationen aus Wort und Bild heraus. Diese comicartigen Zeichnungen geben sich geheimnisvoll, ganz im Sinn der amerikanischen Psychiaterin Gail Saltz, die das Geheimnis als einen sicheren Hafen bezeichnet, einen der die Freiheit erlaube herauszufinden, wer wir wirklich sind.

Vernissage: Freitag, 15.4.2016, 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 15.4.2016 bis 15.5.2016
Öffnungszeiten: Freitags 19.00 bis 20.30 Uhr
Sonntags 14.00 bis 16.00 Uhr.

september/oktober 2015

september/oktober 2015

Zeitzorn II_j3fm

 

jürgen adorf: babylon
fotografie und zeichnung

babylon als sinnbild der zivilisation und ihrer zerstörung ist ein motiv, das künstler vom mittelalter an immer wieder fasziniert. in der europäischen kunst und kultur ist die mythische geschichte vom aufstieg und fall babylons als stadt der sünde und der tyrannei und als metropole der ewigen apokalypse tief eingebrannt als eine urangst der menschheit.

jürgen adorf richtet mit arbeiten aus zwei werkgruppen den blick in eine abgeschlossene zukunft städtischer entwicklung. die schwarz weiß zeichnungen zeigen horizont- und grenzenlose, isometrische stadtlandschaften im überblick. grün- und freiflächen fehlen hier. scheinbar endlos wuchernd fügt sich gebäude an gebäude, block an block.
dystopisch sind auch die fotografischen arbeiten und fotomontagen von jürgen adorf. sie repräsentieren die lebensfeindliche innenansicht von stadträumen. durch künstliches licht erhellte szenarien zeigen ordnungslose trümmerfelder und brachflächen im wechsel mit zügellosen, monumentalen und charakterlosen bebauungen.

vernissage: freitag, 18.092015, 19.00 uhr
ausstellungsdauer: 18.09.2015 bis 11.10.2015
öffnungszeiten: freitags 19.00 bis 20.30 Uhr
sonntags 14.00 bis 16.00 Uhr.